GRAND PRIX  LEGENDS - Formel 1 des Jahres 1967



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Lotus49-Ford V8
Lotus49-Ford V8, verbesserte Grafik von gplea
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BRM H16
BRM H16, verbesserte Grafik von gplea

Dieses Spiel ist etwas Besonderes (Urteil von Frank Lewerenz / Walter Röhrl). Nach dem ersten Installieren versuchte ich, ein paar Runden mit einem solchen alten Rennwagen zu drehen, verlor dauernd die Kontrolle, dann die Geduld, und deinstallierte es wieder. Später wurde ich durch einen Bekannten, einen ausgesprochenen Fan dieses Spiels, vor allem durch den Hinweis auf die sehr gute Online-Fähigkeit erneut animiert, es doch wieder zu installieren und mal etwas länger zu probieren. Erst jetzt offenbarte sich mir die gesamte Fahrphysik, die im Spiel sehr gut umgesetzt ist. Seit dieser Zeit will ich – vorerst – kein anderes Spiel mehr.

Besonderen Spaß machen die Online-Rennen mit meiner derzeitigen Community der Gentlemen´s League aktiv. Dort wird auf die harte, aber sehr faire Tour gefahren, nämlich nur im realistischen Modus; außerdem sind regelmäßig GP-Distanzen zu absolvieren.

Der Sound der Motoren haut einen glatt vom Stuhl. Am besten klingen für meine Ohren der Lotus-Ford-V8 und der BRM H16, eine der aufwendigsten Konstruktionen der damaligen Zeit. Zwei Achtzylinder-Boxermotoren (vielleicht auch 180-Grad-V-Motoren, so genau weiß ich das nicht) wurden übereinander gelegt und über Stirnräder miteinander verbunden. So entstand ein 16-Zylinder-Motor mit höchst eigentümlichem Sound, der wohl aber nie wirklich zuverlässig lief.

GPL bietet die Möglichkeit, Online-Rennen gegen andere User zu fahren, gute Anleitung zur Installation findet man hier. Wenn Online-Rennen nicht richtig laufen, kann es u.a. an Virenschutz- oder Firewallprogrammen liegen, die im Hintergrund laufen.

Für Anfänger ist es wohl Pflicht, sich zuerst auf der Strecke von Monza zu üben und so ein Gefühl für das Kurven- und Bremsverhalten dieser alten Rennwagen zu bekommen. Dabei sollte man gleich mit dem richtigen Grand-Prix-Auto beginnen, die Anfänger-Autos haben weniger Motorleistung und sind auch sonst ziemlich zahm, das erfordert später nur unnötige Umgewöhnung. Auch die drei Fahrhilfen Automatik, Brems- und Beschleunigungshilfe sollte man von Beginn an abschalten.

Man bekommt ziemlich schnell heraus, dass gute Rundenzeiten nur durch eine beherzte Fahrweise im Grenzbereich zu erreichen sind, also immer schön in die Kurven driften! Das geht eigentlich nur richtig mit Lenkrad und Pedalen, Tastaturfahrer werden diesem Spiel wohl nicht viel abgewinnen können.

Die anderen Strecken habe ich mir bei Anfänger-Rennen zuerst „von hinten“ angeschaut, also vom letzten Startplatz aus. Bei einigen Strecken kann man auf Anhieb mit dem langsamsten des Feldes mithalten und so die Strecke kennenlernen, aber immer klappt das nicht, vor allem, wenn man mal kurz in die Wiese fährt.

Die Strecke von Watkins Glen ist wahrscheinlich als nächste zu empfehlen, hier kann man das Driften sehr schön lernen, und die Strecke ist recht kurz und leicht zu lernen. Danach könnte man sich mal in Rouen austoben, zwar etwas länger, aber auch ohne große Schwierigkeiten. Alternativ wäre Silverstone denkbar, auch nicht so schwierig, und etliche Ecken sind den GP3-Fans wenigstens ungefähr bekannt.

Vollkommen mies sind zu Beginn Nürburgring, Spa und Monaco – entweder sehr lang oder sehr schwierig. Mir hat Spa allerdings nach kurzer Eingewöhnung viel Spaß gemacht. Auch Mexico ist eine relativ lange Strecke und deshalb schwieriger zu lernen. Kyalami und Zandvoort haben ein paar knifflige Ecken, und auch Mosport ist zu Beginn ziemlich übel. Wenn man diese Strecken angeht, sollte man vorher auf den oben erwähnten „Beginnerstrecken“ den Umgang mit dem Auto schon gut erlernt haben. Genaueres zu den Strecken bei meinen Streckenbeschreibungen.

Dabei kommt es wohl nicht so sehr auf die Fahrzeugeinstellungen an. Die sollte man erst dann versuchen zu ändern, wenn man mit dem Standardsetup einigermaßen klarkommt. Bei diesem Spiel kommt es mehr auf die Fahrkunst an als auf das Setup, anders als z.B. bei Grand Prix 3. Die maximale Benzinmenge würde ich allerdings zu Beginn mal etwas reduzieren, man wird zu Beginn ohnehin erst mal kürzere Rennen fahren wollen. Genaueres dazu gibt es auf meiner Setup-Seite.

Zitate aus "Frank Lewerenz / Walter Röhrl: Sportlich und sicher Auto fahren", Motorbuch-Verlag.

"Lacht nicht über Leute, die am PC mit dem Simulator fahren. Das schult die Reflexe und ist von der Physik der Fahrdynamik so ausgeklügelt, dass es z.T. mehr fordert als ein echtes Fahrzeug! ... Grand Prix Legends, abgekürzt GPL, von Sierra bietet das wohl ausgefeilteste fahrdynamische Modell, die technischen Feinheiten sind frappierend. So komprimiert der Wagen beim Spielen mit dem Gaspedal im Leerlauf mit seinem Rückdrehmoment die Federn der einen Spur, und beim Betätigen der Kupplung im Stand steigt die Motordrehzahl aufgrund der verringerten Last. ... Die Anschaffung von GPL, dem meiner Meinung nach für das Training des Sportfahrers besten und anspruchvollstem Programm, lohnt sich allein schon wegen der Möglichkeit, die Nordschleife in aller Ruhe kennen zu lernen..... Ein Markterfolg wurde dieses Wunderwerk leider nicht: es war schlicht zu anspruchsvoll für eine Szene, in der es eher darauf ankommt, möglichst schnell Spaß zu haben.

(und weiter)

... Nochmal zurück zu Grand Prix Legends, meinem Lieblingsprogramm. Es hat vor allem einen Nachteil : es ist sehr, sehr anspruchsvoll. Oder wie ein Fan im Internet bemerkte: Es ist wie eine Violine - es dauert seine Zeit, bis man damit richtig Musik machen kann."

Dem kann ich nichts hinzufügen!

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